Zuwanderer aus aller Welt stellen sich der telc-Sprachprüfung

Deutschprüfung Mai 2013 mit Bravour bestanden

Im Mai 2013 haben 17 Zuwanderer aus aller Welt, die in Leutkirch und der Region neue Heimat gefunden haben, den offiziellen telc-Sprachtest „Deutschtest für Zuwanderer“ absolviert. Die meisten der Prüfungskandidaten haben zuvor ein Jahr lang in einem Deutsch Integrationskurs die Sprache erlernt. Die Gruppe hat exzellente Leistungen erbracht und die Prüfung mit Bravour bestanden.

telc steht für „The European Language Certificates“ – die Europäischen Sprachenzertifikate – und ist ein Tochterunternehmen des Deutschen Volkshochschulverbands mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Unternehmen bietet über 70 verschiedene Prüfungen in zehn Sprachen an. Eine der Prüfungen ist der „Deutschtest für Zuwanderer“. Geprüft werden Textarbeit, Hörverständnis, Schreiben und mündliche Sprachkompetenz auf dem Sprachniveau A2 bis B1, des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen“. Ein Deutsch Integrationskurs bereitete die Teilnehmer ein Jahr lang auf das Ziel B1 vor.

Es sind auffallend viele junge Menschen, die als Zuwanderer nach Deutschland, ins Allgäu und nach Leutkirch gekommen sind. Junge Menschen aus Ecuador, Peru, der Dominikanischen Republik, Türkei, Ukraine, aus Russland, Tadschikistan, Rumänien, Bulgarien, Spanien, Thailand, dem Libanon und Kosovo. Sie alle haben in Leutkirch und der näheren Umgebung neue Heimat gefunden. Manche sind erst vor kurzem eingereist, andere sind schon seit vielen Jahren da.
Die Gründe der Zuwanderung sind dabei so vielfältig wie ihre Herkunft. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Motivation und Ehrgeiz zu Lernen, der Wunsch, unabhängig auf eigenen Füßen zu stehen, Teil der Gesellschaft zu sein. Schul- und teilweise Berufsbildung bringen sie dazu bereits aus ihren Heimatländern mit. Viele haben an Hochschulen studiert oder handwerkliche Ausbildungen gemacht. Manche arbeiten bereits in ihren gelernten Berufen, andere möchten erst noch einen Beruf erlernen. Die Sprache ist dabei eine elementare Voraussetzung und Basis für persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Partizipation. Diese Möglichkeit bietet die Vhs mit den Deutsch Integrationskursen. Ein Jahr lang hieß es dabei vier Mal in der Woche für jeweils vier Schulstunden Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen üben und Grammatik pauken. 600 Schulstunden umfasste der reine Sprachkurs. Im letzten Kursabschnitt, dem so genannten Orientierungskurs, beschäftigte sich die Gruppe mit Deutschland allgemein. Dann standen Politik, Kultur, Geschichte und weitere gesellschaftliche Themen auf dem Stundenplan. "Nach dem Orientierungskurs kennen sich manche Zuwanderer mit Deutschland oft besser aus, als mancher Einheimischer". weiß Matthias Hufschmid, Mitarbeiter der Vhs und Ansprechpartner für Deutsch Integrationskurse. Aber auch im Deutsch Integrationskurs gilt die allgemeine Regel, ohne Fleiß kein Preis. „Wir wollen unsere Zuwanderer fördern und gleichzeitig fordern“, so Hufschmid, „Lernen muss dabei in guter Atmosphäre stattfinden und vor allem Spaß machen, damit am Ende gute Ergebnisse stehen“. Dass dies an der Volkshochschule Leutkirch wieder einmal bestens funktioniert hat, zeigen die sehr guten Abschlussnoten dieses Sprachkurses.

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