vhs-Mitgliederversammlung 2013 im Bocksaal

Mitgliederversammlung 2013: vhs überdenkt den Bereich Kultur

Ressort für Gesellschaft, Politik und Umwelt kränkelt – Steigender Finanzaufwand zehrt an Reserven: Die Verantwortlichen der VHS Leutkirch werden sich in Zukunft mehr Gedanken über den Bereich Kultur machen müssen. Dies hat Vorsitzender Kurt Lillich am Dienstagabend, 23. April 2013 bei der Hauptversammlung festgestellt. Aufgrund der Kürzung des Zuschusses der Stadt sei es schwierig geworden ein anspruchsvolles Programm in die Stadt zu bringen. Neben Tätigkeitsberichten präsentierten Vorstand und Leitung auch die Jahresrechnungen 2012 für die Bildungs- und Kulturarbeit des Vereins.

Lillich stellte fest, dass das vergangene Jahr keine besonderen Höhepunkte, dafür aber viel Interessantes und Besonderes zu bieten hatte. Ferner erklärte er, dass ein steigender finanzieller Aufwand bisher durch die Reserven des Vereins abgedeckt worden sei, dies könne jedoch nicht „unendlich“ so weitergehen. „Mit diesem Thema müssen wir uns auseinandersetzen.“

Karl-Anton Maucher, Leiter der vhs, und Matthias Hufschmid stellten gemeinsam den Jahresbericht vor. In Sachen Werbung hatte es einige Änderungen gegeben. So wurde das Programm der vhs mit reicher Bebilderung und neuem Cover neu konzipiert, vor der Festhalle wehen neue Fahnen, es gibt Werbung im Centraltheater, der Internetauftritt der vhs wurde reformiert, ist bedienerfreundlich und barrierefrei. Im Bereich Bildung mussten geringfügige negative Veränderungen verbucht werden. Dagegen verzeichnete der Verein ein Plus bei den Einzelveranstaltungen, die Zahl der Teilnehmer sei stabil geblieben. Maucher resümierte: „Wenn wir uns auf diesem Niveau halten können, bin ich zufrieden.“
Maucher blickte auch auf den Bereich Klassik 2012 zurück und betonte, dass es wichtig sei, auch Minderheiten zu bedienen. Mit dem Klassik-Programm müsse sich die vhs nicht hinter anderen Städten verstecken. Beim Abend-Theater waren die Besucherzahlen wiederum wechselhaft und ein allgemeiner Abo-Rückgang sei zu verzeichnen. Auch die Kritik an den hohen Eintrittspreisen dieser Veranstaltungen sprach Maucher explizit an: „Wenn man Niveau zeigen möchte, dann geht das eben nicht für zehn Euro.“
Matthias Hufschmid befasste sich mit den Vortragsreihen der vhs, die durchgängig gut besucht waren. Lediglich der „Fachbereich 1“, Gesellschaft, Politik und Umwelt kränkle und wurde als „Sorgenkind“ bezeichnet. Zufrieden zeigte er sich mit den Besucherzahlen beim Sommerjazz 2012 – mit durchschnittlich 80 Besuchern pro Veranstaltung.

Auch die Außenstellen in Aitrach und Aichstetten hatten ihre Jahresberichte vorgelegt. Peter Roth von der vhs-Geschäftsstelle in Aitrach stellte diesen persönlich vor, während Maucher den Bericht aus Aichstetten verlas. Roth stellte rückläufige Besucherzahlen bei den Einzelveranstaltungen fest, einige Veranstaltungen mussten sogar ganz abgesagt werden. Dahingehend verzeichnete Aichstetten steigende Zahlen bei den Bildungsangeboten.

Zum Geschäfts- und Kassenbericht lagen den Gästen die wichtigsten Zahlen vor. Bei den Einnahmen konnte eine allgemeine Steigerung verbucht werden, ebenso allerdings bei den Ausgaben, unter anderem durch Mieterhöhung oder Anpassung der Personalkosten. Eine Entspannung in der Bilanz brachte dagegen der erhöhte Landeszuschuss. Die Prüfung der Kasse ergab eine einwandfreie und vollständige Buchführung, sodass die Entlastung vorgeschlagen und einstimmig erteilt wurde.

Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle stellte fest, dass das Programm, welches Jahr für Jahr auf die Beine gestellt wird, eine unglaubliche Vielfalt biete und beeindruckend sei. Nicht zufriedenstellenden Entwicklungen müsse entgegengewirkt werden.

Erschienen:  Schwäbische Zeitung 21.04.2013, Autor: Marita Gaile

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